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> ich meine glühende Stirne an ihre Brust undfühlte, während meine Hand die ihrige umfaßthielt, daß jetzt meine Träume erfüllt waren undmein rastlos schweifender Geist seine Ruhe gefun-den hatte.
Wohl erinnere ich mich noch, wie wir einmaldes Nachts durch eine der schönsten Gegenden Eng-lands reisten. Es war eben im höchsten, reich-sten Sommer und der Mond (welche Liebcsscene,in der Wirklichkeit oder im Gedichte, behaupteteihre Zärtlichkeit, ihre Leidenschaft, ihr Götterge-fühl, wo sein Lickt fehlte!) der Mond erfüllte dentiefblauen Juniushimmel mit seiner Gegenwartund goß eine schwermüthigere und blässere Schön-heit über Getrudens Wange. Sie war immervon melancholischer und niedergeschlagner Gemüths-art; vielleicht war sie dadurch meiner eignen Na-tur um so verwandter, und es überraschte mich,als ich sie in jener Nacht ansah, nicht, ihr Augevoll Thränen zu sehen. „Du wirst über mich la-chen," sagte fle, als ick dieselben wegküßte undsie um die Ursache befragte, „aber ich habe eineAhnung, der ich mich nicht erwehren kann; flesagt mir, du werdest diesen Weg wieder machen,che wenige Monate verflossen sind, und ich werdedann nicht bei dir, vielleicht nicht mehr auf derErde seyn." Sic hatte Recht mit allen ihrenVorhersagungen, die Vermuthung ihres Todesausgenommen; dieser kam erst später.