Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
Seite
96
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grnd, und seine Stirne, hoch und gedankenvoll,hielt dem spielenden Lächeln seine« Munde« dasGegengewicht, das außerdem seinen Zügen einenzu leichtsinnigen Ausdruck hätte geben können. Erwar nickt eigentlich schlecht gekleidet, aber er hattekeinen Sinn für Das, was Aeußerliches betraf,Reinlichkeit ausgenommen. Sein gewöhnlicher An-zug war ein brauner, ihm viel zu weiter Rock, einfarbiges Halstuch, eine bunte Weste, graue weiteBeinkleider und kurze Gamaschen; zu diesen fügeman noch Handschuh vom saubersten Rehleder undeinen Stock von sonderbarer Dicke, so hat man seinBild vollständig.

In seinem Betragen war er höflich oder grob,vertraulich oder fremd, ganz wie gerade seine Launewar; niemand konnte im Benehmen gegen Anderemehr entfernt vom Gemeinen und Erkünsteltenseyn. Beiläufig gesagt: welch eine seltene Gabeist es um die Kunst des Betragens! wie schwierigist es schon eine Beschreibung davon, wie vielschwieriger, darin Anleitung zu gebe». Der Besitzderselben gilt für einen Mann mehr als Reichthum,Schönheit, Talente; cs kann dieß Alles mehr alsersetzen. Keine Aufmerksamkeit ist zu kleinlich,keine Mühe zu übertrieben, welche die Vervoll-kommnung derselben zum Zweck haben.

Wer hierin Meister ist, das heißt, wer gefallen,rühren, überzeuge» kann, ja nach Erforderniß des