machen können, wenn ich nicht während derdrei Stunden, die ich -ei Madame D—g zu-brachte, alle anwesenden, irgend bemerkenswerthenPersonen von oben bis unten gemustert hätte. DieHerzogin selbst war eine schöne, artige, kluge Dame,von mehr englischem als französischem Benehmen.Sie lehnte sich, während ich ihr meine Achtung be-zeugte, auf den Arm eines in Paris ziemlich be-kannten italienischen Grafen. Armer O—i! Erhat sich, wie ich höre, eben jetzt verheirathct. Erverdiente kein so schweres Unglück!
Ganz nahe bei ihr stand Sir Henry Milling-ton, sorgfältig in seinen Rock nnd Weste cingewi-ckelt. Gewiß, der Mann hat im Wattiren nichtSeinesgleichen in Europa.
„Setzen Sie sich zu mir, Millington," riefdie alte Lady Oldtown, „ich muß Ihnen eine hüb-sche Geschichte vom Herzog von G-e erzählen."
Sir Henry wandte mit Anstrengung sein statt-liches Haupt herum und murmelte eine unverständ-liche Entschuldigung. Die Sache war die: daßSir Henry diesen Abend nicht aufs Sitzen einge-richtetwar,—er hatte sein Kleid zum Stehenan. Lady Oldtown wußte sich — der Himmel weißes — leicht zu trösten. Sie ersetzte den baufälli-den Baronct mit einem stattlichen, schnurrbärtigenDeutschen.
„Wer sind," fragte ich Madame d'Anville,„diese artigen, jungen Damen in Weiß gekleidet,