er den Gefährten an seinen Gurt festband, jagte er hinaus aufdas offene Feld, der wohlbekannten Schnellfüßigkeit des ThicreSganz ihre beiderseitige Rettung anvertrauenb. Die Pawnees hattenkaum beide Flüchtlinge in's Auge gefaßt, als auch schon Mehrereihre Rosse zur Verfolgung umlenkten. So ging es ungefähr eineMeile fort, ohne daß dem Dulder auch nur ein Laut entfahrenwäre, obgleich zu der Todesqual, in der sein wunder Körper sichbefand, sich noch die Pein gesellte, daß er die Feinde bei jedemHnfschlag hinter sich erblickte.
„Halt!" rief er, den schwachen Arm aufhebend, um die Eileseines Gefährten zurückzuhalten. „Der Adler meines Stammesmuß seine Fittiche weiter ansbreiten. Möge er die weißen Haareeines alten Kriegers in das Dorf der Tetons bringen!"
Es bedurfte nur weniger Worte zwischen Männern, welchevon denselben Gefühlen für den Ruhm geleitet wurden, und welchevon den Grundsätzen einer romantischen Ehre so durchdrungenwaren. Der .schießende Adler' schwang sich vom Pferde herab,und half dem Andern heruntersteigen. Der alte Mann warf sichmit dem schwankenden Körper auf die Kniee und streckte dann,nachdem er noch einen Blick hinauf in das Gesicht seines Lands-mannes geworfen, als wolle er ihm Lebewohl sagen, den Nackenaus, um den Todesschlag zu empfange,^ um den er selbst gebeten.Wenige Streiche mit dem Tomahawk und ein Rundschnitt desMessers waren hinlänglich, den Kopf vom Rumpe zu trennen.Der Teton stieg wieder ans, zeitig genug, um einer Flucht vonPfeilen zu entgehen, die der Eifer seiner getäuschten Verfolgerihm nachsendete. Das grimmige und blutige Haupt schwenkend,schoß er mit Triumphgeschrei von dem Orte hinweg, und fegteüber die Ebene, als würde er in der That von den Flügeln desmächtigen Vogels getragen," von dessen Eigenschaften er denschmeichelhaften Namen erhalten hatte. Der .schießende Adler' er-reichte glücklich sein Dorf. Er gehörte zu den wenigen Siour,