gefühlt haben, welche christliche Eltern empsinden würden, wenn siedem letzten Todeskampfe eines ungcrathenen Kindes zusähen. Alser aber, statt eines unmächtigen und unmännlichen Kampfes umdie Eristenz, fand, daß sein Freund sich mit der gewöhnlichen undwürdigen Ergebung eines Indianischen Kriegers betragen habe,bis. die Gelegenheit sich ihm darbot zu entkommen, und daß erdann den Geist und die Entschlossenheit des Allertapferstcn verrathen,da wurde sein Entzücken fast zu mächtig, um länger verborgen zubleiben. Mitten in den Klagen und den Bewegungen, welche Weu-cha's Tode und der Flucht des Gefangenen folgten, stellte er sichin die Nähe seiner Weißen Genossen, mit dem Entschluß, sich ihrerauf jede Gefahr hin anzunehmen, sollte die Wuth der Wilden sichauf sie richten. Die Erscheinung der feindlichen Bande ersparteihm indessen eine so verzweiflungsvolle und vermuthlich auch frucht-lose Anstrengung, und er konnte wieder ganz seinen Beobachtungenleben, und seine Pläne nach Lust ausbrüten.
Er bemerkte besonders, daß während der größere Theil derWeiber und alle Kinder mit allen Habseligkeiten der Gesellschaftin einen Nachzug zusammengedrängt wurden, vermuthlich mit demBefehl, sich in einem der nahen Wälder zu verbergen, Mahtoree'sZelt selbst stehen, und Alles darin ebenfalls unberührt blieb. Zweiauscrwählte Pferde standen jedoch nahe dabei, von ein PaarBurschen gehalten, die zu jung waren, um in den Streit zu gehen,und doch alt genug, um die Behandlung der Pferde zu kennen.Der alte Jäger erkannte in dieser Anordnung Mahtoree's Wider-streben, seine vor Kurzem erst gefundenen .Blumen' aus de» Augenzu lassen, und zu gleicher Zeit seine Vorsorge, wenn irgend dasGlück Umschlägen sollte. Eben so wenig war ihm die Art, wieder Teton dem alten Wilden seinen Auftrag ertheilte, noch diewilde Lust, mit der der Letztere den Blutbefehl aufnahm, entgangen.Aus allen diesen geheimnißvollen Bewegungen schloß der alte Mann,daß die Entscheidung heranrücke, und er rief alle Erfahrung und