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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
252
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thront, und mit Uumuth auf den Stolz und die Eitelkeit seiner Ge-schöpfe herabsieht. Manche Stunde habe ich damit zugebracht/.liegend im Schatten der Wälder oder ausgestrcckt auf den Anhöhender offenen Felder, zu den Sternen des blauen Firmaments hinaufzu sehen, wo ich mir dann dachte, daß das Höchste Wese» vonseinem Throne auf dieß wunderliche Treiben der Menschen undThiere ernst und feierlich herabschaute, wie ich selbst wohl oftauf einen Ameisenhaufen Achtung gegeben, auf das berührige Um-herlaufeu der Thierchen, das doch weit regelmäßiger, weit eingrei-fender in den Plan der Allmacht und Größe Gottes ist, als unserarmseliges Umherirren. Wissenschaft! wahres Spielzeug!!KönntIhr mir sagen, Ihr, den es so leicht dünkt, zu dem Sitze deshöchsten Verstandes hinaufzuklimmen könnt Ihr mir den Anfangund das Ende erklären! Ihr besonders, Doktor, Helfer in Schmerz,Heiler der Krankheiten sagt mir doch, was ist Leben und wasist Tod? Sagt mir, warum der Adler so lange lebt, und warumdie Lebenszeit des Schmetterlings so kurz ist? Sagt mir etwasnoch Einfacheres; erklärt mir, warum in diesem Augenblick meinHund so unruhig ist, während Ihr, dessen ganzes Leben bei denBüchern verstrichen ist, keinen Grund zur Unruhe in Euch verspürt?"

Der Doktor, welcher einen Augenblick durch die Würde undGedankenkraft des alten Mannes war stutzig geworden, holte jetzttief Athem, ungefähr wie ein matter Ringer, der sich so eben vonden Händen seines Gegners, die ihm die Kehle zuschnürten undihn zu erdrosseln drohten, losgemacht und benutzte die günstigePause, sich zu fassen und zu antworten:

Es ist sein Instinkt."

Aber was ist die Gabe des Instinkts?"

Eine niedrigere Verstandesstufe als die Vernunft; eine Artgeheimer Verbindung zwischen Gedanken und Materie."

Und wa-Z nennt Ihr Gedanken?"

Ehrwürdiger Jäger, dieses ist eine Räsonnements-Methode,