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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
145
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Sie erthciltcn mir da eine Ehre, auf die ich keinen Anspruchhabe," unterbrach der Andere.

Also untergraduirt! oder erhielten Sic vielleicht IhreWürde tu irgend einer andern der freien Künste?"

Auch das nicht, ich versichere Sie."

Aber gewiß, junger Mann, haben Sie sich doch nicht andieses wichtige, ich möchte sagen, ehrfurchtgebietende Geschäft ge-macht, ohne irgend Proben Ihres Berufes aufweiscu zu können;irgend einen Auftrag, aus welchem Sie Ihre Berechtigung hcrleitenkönnen, oder vermöge dessen Sie sich einer Verwandtschaft mit IhrenMitarbeitern an demselben wohlthätigen Werke rühmen möchten!"

Zch weiß nicht, mit welchen Mitteln oder aus welchem GrundeSie sich über meine Absichten und meine Plaue zum Herrn machen!"rief der Jüngling hochroth und mit einer Schnelligkeit aufspringend,welche bekundete, wie wenig er der roheru Eßlust nachgehe, wennein seinem Herzen näherer Gegenstand hervortrat.Halten Sieein, mein Herr, Ihre Sprache ist unverständlich. Das Werk, dem,wäre es ein anderes, der Beiname eines wohlthätigen wohl zukäme,ist für mich eine theure und geheiligte Pflicht, obgleich ich gestehenmuß, daß ich nicht begreife, wie dazu ein besonderer Auftrag ge-fordert werden könne, oder nöthig sey."

Es ist doch herkömmlich, daß man dazu mit solchem Doku-mente versehen ist," erwiederte der Doktor feierlich,und es beiallen geeigneten Gelegenheiten hervorzieht, damit geistesverwandteund befreundete Gcmüther mit einem Male jeden unwürdigenVerdacht fahren lassen, und schnell von dem, was man die Ein-leitung der Unterhaltung nennt, zu jenen Punkten übergehen können,welche für Beide als vesielersla auzusehen sind."

Eine seltsame Forderung!" murmelte der Jüngling, indemer sein schwarzes, finstres Auge von Einem zum Andern rollen ließ,als gelte es, den Charakter seiner Gefährten zu prüfen und dannihre physischen Kräfte zu messen. Dann, mit der Hand in denDie Prairic. 3. Ausl. 10