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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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von Reiz gewesen wäre, und, wo möglich noch weniger, was denHoffnungen eines gewöhnlichen Ansiedlers in neuen Ländern hätteschmeicheln können.

Die spärlichen Kräuter auf der Wiese versprachen nichts, dader Boden, über welchen die Wagenräder so leicht, als über einenfestgestampften Weg fortrollten, starr und hart war. Auch ließenWagen und Thicre keine andere Spur zurück, als hie und da daswelke zertretene Gras, welches die Ochsen von Zeit zu Zeit ab-riffen, aber eben so oft wieder fortwarfen, da diese saure Kost selbstfür ihren Hunger ungenießbar war.

Was auch die Bestimmung dieser Abenteurer war, oder dieheimliche Ursache ihrer anscheinenden Sicherheit in einer so abge-schiedenen Lage seyn mochte, nichts, in Haltung oder Wesen beiirgend Einem unter ihnen, verricth Unbehaglichkeit oder Unruhe. Män-ner, Frauen und Kinder zusammen gerechnet, waren es über Zwanzig.

In geringer Entfernung vor dem Trupp marschirtc Jemand,welcher, seiner Haltung und Miene nach, der Anführer zu sepnschien. Es war ein großer, von der Sonne verbrannter Mann,über die mittlere» Jahre hinaus, dessen dreistes Wesen und stummesAuftreten alles Andere eher aussprachen, als Nachdenken über dieVergangenheit und Sorge für die Zukunft. Sein Körper wareigentlich geschmeidig und biegsam, aber trotz der Ausdehnung derGlieder verrieth sich darin eine ungemeine Kraft. Jedoch nur zu-weilen, wenn irgend ein leichtes Hinderniß ihm auf seinem lässigenHinschlendern in den Weg trat, zeigte dieser sein Körper, der sichbis dahin in Schlaffheit und Abspannung, was man nennt, gehenließ, etwas von jener gewaltigen Kraft, die in seinem Gliederbauverborgen lag, wie die schlummernde, aber unbeugsame und furcht-bare Stärke des Stephanien. Dis unteren Gcsichtszüge bei ihmzeigten sich roh, breit und leer, während die oberen, oder jeneedlen Theile, die Sinn und Geist ausdrücke» sollen, fast ohne hühcrnAusdruck waren.