Obgleich der Kauf Luisiana's schon 1603 erfolgte, verzog essich doch bis zum Frühling des kommenden Jahres, ehe die amt-liche Vorsicht des, die Provinz für seinen Europäischen Herrn ver-waltenden Spaniers die Autorität, ja selbst den Eintritt der neuenEigenthümer zuließ. Kaum aber, daß alle Formen der Ncbcrgabeerfolgt und die neue Regierung anerkannt war, als auch Schwärmedes rastlosen Volkes, das immer an den Gränzen des eultivirtenAmerika lagert, mit demselben sorglosen Mnthe in die Dickichteam rechten Ufer des Missisippi stürzten, welcher schon so Manchenunter ihnen ans ihrem mühsamen Vordringen von den AtlantischenStaaten nach den östlichen Ufern dieses ,Vaters der Flüsse' *begleitet hatte.
Es gehörte freilich Zeit dazu, die zahlreich zuströmenden An-siedler aus der untern Landschaft mit ihren neuen Landsleuten zuverschmelzen; die sparsamere Bevölkerung der oberen ward aberfast augenblicklich von dem großen Strudel, vom Strome dieserneuen Auswanderung, angeschwellt. Die Einwanderung von Ostenwar ein neues plötzliches Vordringen eines Volkes, welches nureinen augenblicklichen Widerstand gefunden, nachdem es durch seineununterbrochene» Fortschritte fast unwiderstehlich geworden. Sorgeund Mühe bei früheren Unternehmungen waren vergessen, als dieseendlosen und unerforschten Gegenden, mit allen ihren eingebildetenund wirklichen Vortheilen, sich ihrem Unternehmungsgeiste öffneten.Dis Folgen waren, wie man sich denken kann, wo so lockende An-erbietungen einem unter Abenteuer» groß gewordenen, und inFährlichkeiten erzogenen Geschlechts gezeigt wurden.
Tausende von Familienvätern ans den .Neuen Staaten','** So heijit der Missisippi in mehreren indianischen Sprachen. Der Leserwird einen vollständigeren Begriff von der Bedeutsamkeit dieses Stromeserhalten, wenn er sich erinnert, daß der Missouri mit dem Missisippieigentlich nur einen Fluß bildet. Ihre vereinigte Länge kann nichtviel weniger als 4lM engl. Veilen betragen.
*' Alle Staaten, welche sich der Amerikanischen Union nach der Revolution