„Nicht doch, Sir," entgegnet« Edwards mit Festigkeit; „eSist mir die Hinfälligkeit der Natur, und uns bleibt allein noch übrig,zu zeigen, wer für diesen bedauernswürdigen Zustand verant-wortlich ist."
„Wollen die Herren mit uns speisen, mein Sohn?" fragte derölte Fremde, indem er sich der Stimme znwandte, die er kannte undsiebte. „Laß ein geeignetes Mahl für die Officiere Seiner Majestätbereiten. Du weißst, es steht uns immer das beste Wildprct zu Gebot."
„Wer ist dieser Mann?" fragte Marmaduke hastig, denn mitdem Antheile, welchen er an dem Austritte nahm, schien sich eineAhnung der Wahrheit zu verbinden.
„Dieser Mann?" erwiederte Edwards ruhig, obgleich sich seineStimme im Verlaufe der Rede steigerte; „dieser Mann, Sir, denSie in Höhlen versteckt und alles dessen beraubt sehen, was dasLeben wünschenSwerth machen kann, war einst der Gefährte undRathgeber derjenigen, welche dieses Land beherrschten. Der Mann,den Sie hier schwach und hilflos sehen, war einst ein so braverund furchtloser Krieger, daß selbst die unerschrockenen Eingeborenenihm den Name» des Feuereffers gaben. Der Mann, den Sie hierobdachlos sehen, war einst der Besitzer großer Reichthüme» — ja,Richter Temple, und noch dazu der rechtmäßige Eigenthümer desBodens, aufdem wir stehen. Dieser Mann war der Vater von —"
„So ist er also" — rief Marmaduke in heftiger Bewegung —„so ist er also der verloren geglaubte Major Efsingham?"
„Ja wohl verloren," entgegnete der Jüngling, einen durch-bohrenden Blick auf den Richter heftend.
„Und Sie? Und Sie?" fuhr der Richter kaum verständlich fort.
„Ich bin sein Enkel."
Eine tiefe Pause erfolgte. Aller Augen hafteten an denSprechern, und selbst der alte Deutsche schien den Ausgang inhöchster Spannung abzuwarten. Aber der Augenblick der Erregungwar bald vorüber. Marmaduke erhob sein Haupt, das — nicht