sich ÜIon5icur I,e tzuoi, welcher noch nicht genug gesagt zu habe»vermeinen mochte, die Ehre einer Privatunterredung mit der Erbin,was er mit einer Feierlichkeit in seiner Miene that, welche be-kundete, daß er etwas höchst Wichtiges auf dem Herzen hatte.Nachdem ihn Elisabeth zu diesem Ende auf eine günstigere Ge-legenheit Verwiesen hatte, Verließ sie de» Laden, in dem jetzt, wiegewöhnlich, die Landlcute einzusprechen begannen und auch mit dergleichen Aufmerksamkeit und bionsounoe wie früher empfangen wurden.
Elisabeth und Luise setzten ihren Spaziergang bis an die Brückein tiefem Schweigen fort; als sie aber an derselben anlangten,machte die Letztere Halt und schien etwas sagen zu wollen, ohnejedoch den Muth dazu gewinnen zu könne».
„Sind Sie unwohl, Luise?" fragte Miß Temple. „Wir werdendann wohl besser ihn», wenn wir umkehren und eine andere Gelegen-heit suchen, um den Wünschen des alten Mannes zu entsprechen."
„Ich bin nicht unwohl, aber ich fürchte mich. Ach, ich kannnie, nie wieder auf diesen Berg gehen, wenn wir nicht noch eineweitere Begleitung habe». Ich fühle mich nicht stark genug dazu —nein, ich kann unmöglich weiter."
Dieß war eine unerwartete Erklärung für Elisabeth, welche, ob-gleich die eitle Besorgniß vor einer Gefahr, welche nicht mehr eristirtc,ihr fremd war, dennoch das etwas Unweibliche in ihrem Vorhabenrecht Wohl fühlte. Sie blieb eine Weile in tiefem Nachdenkenstehen; in dem Bewußtsehn aber, daß cS jetzt Zeit zum Handelnund nicht zum Ucberlegen seh, mühte sie sich, ihre Unschlüssigkeitabzuwerfen, und erwiederte mit Festigkeit —
„Wohlan denn, so muß ich es allein unternehmen. Ich kannmich Niemand als Ihnen anvertrauen, da sonst der alte Leder-strumpf entdeckt würde. Warten Sie am Saume dieser Wälderauf mich, damit man mich wenigstens nicht allein in die Bergegehen sieht. Ich möchte Bemerkungen vermeiden, Luise, wenn —wenn — Wollen Sie auf mich warten, mein Liebe?"