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3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
430
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Edwards!" rief Elisabeth-

Ruhig, mein Kind," unterbrach sie der Vater.Der jungeMann ist ungerecht, ohne daß ich ihm Anlaß dazu gegeben hätte.Ich will Nachsicht mit Deinen Worten haben, Oliver, denn ichweiß, daß Du ein Freund Natty's bist, und deßhalb hat DichDein Eifer für ihn zu weit geführt."

Ja, er ist mein Freund," rief Edwards,und ich bin stolzauf diesen Titel. Er ist zwar einfach, ungelehrt, sogar unwissend,und man könnte ihm vielleicht Vorurtheile zur Last legen, obgleichich fühle, daß seine Ansicht von der Welt nur zu richtig ist. Aberer hat ein Herz, Richter Temple, das für tausend Fehler Ersatzleistet; er kennt seine Freunde und verläßt sie nie, und wenn eSauch nur seine Hunde wären."

Das ist allerdings ein lobenswerther Charakter, Herr Ed-wards," entgcgnete der Richter mit Milde,ich bin aber nie soglücklich gewesen, seine Achtung zu gewinnen, denn,gegen michwar er immer zurückstoßend, was ich ihm übrigens, als die Grilleeines alten Mannes, nachgesehen habe. Auch soll er, wenn ichihm als sein Richter entgegen treten muß, wegen seines früherenBenehmens nichts von mir zu befahren haben, ebenso wenig alsseine kürzlich geleisteten Dienste sein Verbrechen mildern können."

Verbrechen?" wiederholte Edwards.Ist es ein Verbrechen,einen lauernden Spürhund von seiner Thüre zu treiben? Ver-brechen! O nein, Sir, wenn in dieser Sache ein Verbrechenvorgefallen ist, so kömmt es nicht auf seine Rechnung."

Auf wessen sonst, Sir?" fragte Richter Temple, indem er denaufgeregten Jüngling mit seiner gewohnten Ruhe in's Auge faßte.

Diese Frage war mehr, als der junge Mann ertragen konnte.Bisher hatten seine Gefühle mehr in der Tiefe seiner Seele ge-tobt, aber nun kam der Vulkan zum Ansbruch.

Auf wessen? und das mir," rief er.Frage Dein eigenesGewissen, Richter Temple. Gehe hinaus zu dieser Thüre und