Du, und zwar als Hauptperson gehörst, irgend eine wichtige Ent-deckung gemacht hat?"
„Ich habe nicht gesagt, daß ich mich dazu zähle, Richter Temple.Wie ich schon vorhin bemerkte, so will ich mein Ich dabei gar nichtin'S Spiel bringen. Allerdings ist aber eine Entdeckung gemachtworden, bei welcher Du wesentlich betheiligt bist."
„Weiter — ich bin ganz Ohr."
„Nein, nein, 'Duke; ich gebe zwar zu, baß Du schlimm genugbist, aber doch nicht so gar schlimm, als D» Dich da geben willst,sonst müßten Deine Ohren noch ein Bedeutendes größer werden."
Der Sheriff lachte herzlich über diesen faden Witz, was ihnin eine so gute Laune versetzte, daß er sich heranließ, seinen ge-duldigen Vetter mit folgender Auseinandersetzung zu erfreuen! —
„Du weißst, daß in Deinem Bezirk ein Mann wohnt, derunter dem Namen Natty Vumppv bekannt ist. Derselbe hat, soviel ich erfahren konnte, seit mehr als vierzig Jahren hier gelebt
— und zwar allein, bis auf die neueste Zeit, in welcher er sich einesonderbare Genossenschaft zulegte."
„Zum Theil sehr wahr, und Alles sehr wahrscheinlich," ent-gegnete der Richter.
„Buchstäbliche Wahrheit, Vetter. Gut; in den letzte» paarMonaten gesellten sich zu ihm ein alter Indianerhäuptling, derLetzte oder einer der Letzten seines Stammes, die in diesen Landes-theilen aufzufinden sind, und ein junger Mann, dem Vernehme»nach der Sühn irgend eines indianischen Agenten von einer Wilden."
„Wer sagt das?" rief Marmaduke, mit einer Theilnahme, dieer früher nicht an den Tag gelegt hatte.
„Wer? Je nun, der gesunde Menschenverstand — das Gerücht
— alle Welt. Aber lass' mich ausredcn. Dieser Jüngling hatrecht hübsche Talente — ja, er besitzt das, was ich recht hübscheTalente nenne — wurde gut erzogen, trieb sich in leidlicher Ge-sellschaft um und weiß sich zu benehmen, wenn er will. Nun,