Anzug der Wälder, an de» meiste» Frauen blicken. Die eine trugein verschlissenes, seidenes Kleid, das wenigstens schon drei Genera-tionen dnrchgemacht hatte, über schwarzen grobwvllenen Strümpfen,die andere eine» Shawl, dessen Farben so zahlreich waren, als diedes Regcnbogens, über einem schlecht zugeschnittenen Kleide vonrohem braunem selbstgewirktcm Stoffe. Mit einem Worte, jedetrug einen Lieblingsschmnck zur Schau; und sowohl Männer alsFrauen erschienen in ihrem besten Anzug, wozu übrigens bei beidenGeschlechtern vorzugsweise die eigene Industrie den Stoff gelieferthatte. Ein einziger Mann kam in der Uniform eines Artilleristen-FreikvrpS, bei welchem er früher in den Küstengcgenden gedienthatte — wahrscheinlich aus keinem andern Grunde, als weil sieseine beste Kleidung war. Mehrere, zumal die jüngeren Männer,trugen blaue Beinkleider mit rothtnchenen Seitenstreifen: diese ge-hörten zu Templetvns leichter Infanterie und wollten wohl zeigen»daß sie nicht bloS Hansleinwand, sondern auch gekaufte Kleider:hätten. Auch war ein Mann in einem schneeweißen und mit Faltenversehenen, sogenannten Uebcrhemd zugegen, bei dessen Anblick einenschon ein Frostschauder überlief, obgleich der dicke braune HauSrock,der darunter verborgen war, den Eigenthümcr gegen Kälte schützte»In den Gesichtern, zumal jener Hälfte der Versammlung,welche nicht zu den eigentlichen Dorfbewohnern gehörten, sprachsich ein ziemlich gleichförmiger Ansdruck ans — allenthalben diegelbe Hautfarbe, die auf Anstrengung in Wind und Wetter deutete,Anstand und Aufmerksamkeit, in die sich fast durchgängig ein Zugvon Verschmitztheit mischte, und im gegenwärtigen Falle die ge-spannteste Neugierde. Hi» und wieder zeigte sich auch ein Gesichtund ein Anzug, der hievon eine Ausnahme machte. Jener pocken-narbige Mann mit der blühenden Gesichtsfarbe und den Gamaschenan den Beinen, nebst einem Rocke, der genau dem Besitzer ans denLeib paßte, war sicherlich ein englischer Emigrant, der sich nachdiesem abgelegenen Erdwinkel verloren hatte. Dort die harten»
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3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
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143
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