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«inen verstohlenen Blick ans die Wunde warf, begann nun zuglauben, daß er es keineswegs mit einem so schrecklichen Falle zuthnn bekomme, als er gefürchtet hatte. So crmulhigt, näherte er-sich seinem Patienten und ließ seine Absicht merken, den Gang,Welchen das Blei genommen hatte, zu verfolgen.
Remarkable nabm in späteren Tagen oft Anlaß, diese berühmteOperation mit allen Einzclnheiten zu erzählen, und wenn sie imLaufe der Geschichte bei jenem Punkt anlangte, so pflegte siefolgendermaßen fortzufahren:
„Und dann nahm der Doctor ein langes Ding, wie eineStricknadel, an dessen Ende sich ein Knopf befand, ans seinemFutterale; und dann schob er es in die Wunde; und dann machteder junge Mann ein schreckliches Gesicht; und dann meinte ich inOhnmacht sinken zu müssen, so griff mich die Sache an; und dannstieß cs der Doctor gerade durch seine Schulter und schob dieKugel ans der andern Seite heraus; und so curirte der DoctorTodd den jungen Mann von einer Kugel, die ihm der Richter inden Leib geschossen hatte — in der That so leicht, wie wenn icheinen Splitter mit der Nähnadel herausnehme."
Dieß war der Eindruck, den der ganze Vorgang auf Nemar-kable, und ohne Zweifel auf alle Diejenigen gemacht hatte, welchesich gedrungen fühlten, Elnathan'S Geschicklichkeit mit einer religiösenVerwunderung zu betrachten; die Sache verhielt sich indeß anders.
Als der Arzt versuchte, das von Remarkable beschriebene Instru-ment einznbriugen, wurde dieses von dem Fremden mit Entschieden-heit, ja sogar mit einer kleinen Beimischung von Verachtung abgelehnt.
„Ich glaube, Herr, daß kein Sondiren nölhig ist," sagte er.„Die Kugel hat keinen Knochen verletzt und ist gerade durch'sFleisch gegangen; sie steckt auf der andern Seite unmittelbar unterder Haut, und ich dächte, sie ließe sich da leicht herauöschneiden."
„Der Herr muß das am besten wissen," entgegnete DoctorTodd, indem er die Sonde mit der Miene eines Mannes, der sie