Druckschrift 
3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
70
Einzelbild herunterladen
 

70

gewunden hatte, wurde es ihr möglich, um sich zu blicken, undnicht nur den Haushalt, dem sie jetzt vorstehen sollte, sondernauch die Art und Weise, wie die häuslichen Einrichtungen getroffenrvaren, zu mustern. Obgleich sich in der Construction und derMöblirung der Halle viel Unsymmetrisches Vorfand, so konnteman doch nichts darin schlecht nennen. Der Boden war bis indie entfernteste» Ecken mit Teppichen belegt: die verschiedenen Artenvon Leuchter gehörten zwar nicht zu den modernen und geschmack-volle», waren aber blank und entsprachen ihrem Zwecke vollkommen,'indem sie den Raum sehr lebhaft erhellten. In Vergleichungmnt der draußen herrschenden kalten Decembernacht übte die Wärmeund Helle des Saales einen eigenthümlichen Zauber. Ihr Augehatte noch nicht Zeit gehabt, die kleinen Gcschmacksverstöße, welchein Wahrheit vorhanden waren, in ihrer Gesondcrtheit zu entdecken,denn noch streifte eS in Entzücken umher, als es plötzlich durcheinen Anblick festgehalten wurde, der einen starken Gegensatz zuden lächelnden Gesichtern und zu den zierlich gekleideten Personenbildete,, welche sich zu Ehren der Gebieterin von Templcton ver-sammelt hatten.

In einer Ecke der Halle, unfern dem Haupteingange, stand derjunge Jäger, unbeachtet und für den Augenblick unstreitig vergessen.Aber die Zcrstreulheit des Richters, dein unter dem Einfluß einerlebhaften Gemüthsbewegnng die Erinnerung an die Wunde desFremden Völlig entschwunden war, schien durch die Geistesabwe-senheit des Jünglings sogar noch übcrtroffcn zu werden. Er hattebeim Eintreten in den Saal maschinenmäßig seine Mütze abge-nvmmen, und zeigte dadurch einen Lockenkopf, der an Farbe undGlanz mit Elisabeths Haaren wetteiferte. Nichts hätte eine größereVeränverung an ihm Hervorbringen können, als dieser einzige Aktder Beseitigung seiner unscheinbaren FuchSmütze. Es lag vielGewinnendes in dem Gesichte des jungen Jägers, und sogar etwas