äußerste» Ende breitete eine herrliche Eiche ihre Zweige aus, alswolle sie mit ihrer Kreme eine Stelle überschatten, aus der ihreWurzeln keine Nahrung holen durften. Sie stand frei und vondem Joche gesondert da, den ein Nachwuchs von Jahrhundertenden Aesten rer benachbarten Bäume aufgelegt, und streckte ihreknorrigen Arme fantastisch hinaus in die wilde Freiheit. Nur eindunkler Fleck — wenige Morgen im Umfang — an dem südlichenEnde dieser schöne» Ebene, der unmittelbar unter den Füßen un-serer Reisenden lag, zeigte durch seine gekräuselte Oberfläche nnvdie Dünste, welche davon ausgingen, daß das, was im Anfang alsebener Grund erschienen, einer von den Bergseen in seinem Wintcr-gewande war. Ein schmaler Strom brach an der erwähntenoffenen Stelle hervor, und ließ sich meilenweit in seinem Laufenach Süden durch den eigentlichen Thalgrnnd an den Schierlings-tannen und Fichten, welche seine User säumten, wie auch an denfeuchten Dünsten erkennen, die sich von seiner wärmeren Oberflächein die kältere Atmosphäre der Berge erhoben. Die Ufer dieseseinsamen Beckens waren an dem Ausflüsse des Stroms oder airseinem südlichen Ende zwar abschüssig, aber nicht hoch, und inderselben Richtung fort, so weit das Auge reichen konnte, bildeteder Boden ei» schmales, anmnthigeS Thal, in dem die Ansiedlerihre bescheidenen Wohnungen in einer Anzahl aufgeschlagcn hatte»,welche am besten für die Vortrefflichkeit des Grundes und für dieverhältnißmäßige Leichtigkeit des Verkehrs Zeugniß ablcgte. Hartan dem Ufer des Sees »nd seines Dammes lag das Dorf Tem-pleton. Es bestand im Ganzen aus ungefähr fünfzig, meist aus Hol;gebauten Häusern, deren Architektur keinen besonders gewählten Ge-schmack vcrrieth, sondern im Gcgentheil schon durch das unvollendeteAeußere der Wohnungen die Raschheit bekundete, womit sic aufgeführtworden waren. Dem Auge bot sich bei dieser Gelegenheit einegroße Mannigfaltigkeit der Farben'dar. Einige der Häuser warenvorn und hinten weiß angestrichcn, andere aber trugen diese
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3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
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35
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