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derselbe junge Krieger, welcher bei früherer Gelegenheit Zaaf an-geredet hatte, abermals und spielte mit einer Feinheit, die man inden meisten Rathsvcrsammlungen civilisirter Menschen vergeblichsuchen würde, auf den Umstand an, daß der Neger seine Rede nichtzu Ende gebracht und vielleicht noch etwas auf dem Herzen habe, dessener sich zu entledigen wünsche. Dies war einfach aber mit Be-stimmtheit ausgedrückt und wurde dem Neger von Melznnge über-setzt, welcher dem alten Schwarzen die Versicherung gab, von allenHäuptlingen werde keiner ein Wort sprechen, bis die Person, welchezuletzt „auf den Beinen" gewesen, Gelegenheit gehabt habe, ihrSprüchlein zu Ende zu bringen. Diese Zurückhaltung ist charak-teristisch für das Benehmen von Leuten, die wir Wilde nennen —-von Männern, die allerdings wilde, sogar grausame Gebräuchehaben, aber doch gewisse andere treffliche Eigenschaften besitzen,welche in unserem civilisirten Zustand nicht so zu gedeihenscheinen.
Es hielt ziemlich schwer, den alten Jaaf wieder auf die Beinezu bringen, denn obschon er ein gewaltiger Brummbart war, konnteman seinen Rednergaben doch nicht viel nachrühmen. Da manjedoch nach der Erklärung des Dolmetschers nicht darauf rechnendurfte, ein Häuptling werde das Wort ergreifen, ehe der Schwarzesein Recht vollständig benützt hatte, so mußte meine liebe Pattwieder die Vermittlerin machen. Sie legte eine ihrer elfenbein-weißen Hände auf die Schulter des grämlichen alten Negers undsprach ihm zu, daß er aufstehen und seine Rede zu Ende bringensolle. Er kannte sie, und sie setzte ihre Absicht durch. Es ist be-merkenswert), daß der alte Neger, obschon er sich kaum mehr er-innerte, was vor einer Stunde vorgefallen war, und dabei dieZeiten furchtbar verwechselte, so daß er oft von meiner Großmutterals von Miß Dus sprach, wie wenn sie noch ein Mädchen wäre— gleichwohl Alle noch am Leben befindlichen Familiengliederkannte und uns demgemäß ehrte und liebte, trotzdem, daß er sich