62 l
das weibliche Gesinde kreischte im Chor, als ob dies nicht andersseyn dürfe. Von den Indianern aber rührte sich nicht ein einziger,und kaum Einer wandte den Blick von Susguesus ab, obschon sieaus der Theilnahme, die wir alle verriethen, erkennen mußten, daßin ihrer unmittelbaren Nähe etwas von Belang vorgieng, und auchder Umstand, daß ihre Feinde sich in kurzer Entfernung aufgestellthatten, ihnen bekannt war. Mit Beziehung auf die letzteren glaubeich, die Unbekümmcrtheit oder scheinbare Sorglosigkeit der westli-chen Krieger dürfte der Anwesenheit der Damen zugeschrieben wer-den, weil sie sich wohl denken konnten, daß man sich nicht sonder-lich vor ernstlichen Feindseligkeiten zu fürchten hatte, so lang diesezugegen waren. Die Theilnahmlosigkeit der Häuptlinge schien sichauch auf den Dolmetscher auszudehnen, welcher in demselben Augen-blicke, als die Warrensche Episode vorfiel, sich kaltblütig eine Pfeifeanzündete und zu rauchen begann — eine Beschäftigung, in der ersich durch den Lärm und die Verwirrung unter uns nicht stören ließ.Da auch die Jnschens ihrem Näherkommen Einhalt gethan hatten,so fanden wir Muße zu einer kurzen Berathung. Mr. Warrentheilte uns mit, er habe die „verkappten Bewaffneten" an der Rekto-rei vorbeikommen sehen nnd daraus Anlaß genommen, ihnen zufolgen, um uns, im Fall uns eine Beschädigung zugedacht wäre,als Vermittler dienen zn können.
„Die Zerstörung des Baldachins über Hughs Kirchenstuhk mußEuch wohl nachdrücklich belehrt haben, daß die Angelegenheit zueinem Losbruch gekommen ist."
Von diesem Vorfalle hatte Mr. Warren noch gar nichts ge-hört. Obgleich er der Kirche so nahe wohnte, daß man das Ge-töse von Hammerschlägen mußte wahrnehmen können, war dochalles mit solcher Fertigkeit geleitet worden, daß das Dach abgeschla-gen und fortgeschast war, ohne daß Jemand in der Rektorei auchnur das mindeste davon merkte. Ueberhanpt war die Thatsache nurdeßhalb im Neste bekannt geworden, weil der Gegenstand, welcher