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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Thürc einer Klinke. Bei meiner Großmutter dagegen verhielt sichdie Sache ganz anders. Sie hatte den früheren Abschnitt ihresLebens in dem Nest verbracht, und es war unmöglich, daß eine sotreffliche Frau nicht allgemeine Achtung fand. Allerdings war iiefür die Antircnter ein ärgerlicher Hemmstein gewesen, namentlichwenn sich's um Ausführung jenes Theils ihrer Plane handelte,der auf Vcrläumdung und die legitime Tochter derselben, die Ver-breitung von Vorurtheilen abzielte. Es ging nicht wohl an, eineso edelsinnige, mildthätige, muthige und gerechte Frau zu ver-läumden; aber so gewagt das Erperiment auch erscheinen mochte,wurde es doch versucht, und nicht ganz ohne Erfolg. Man beschul-digte sie, daß sie in höchst aristokratischer Weise ihre eigene Familieden Familien des übrigen Volkes vorziehe. Patt und ich, behaup-tete man, seyen nur ihre Enkel, die auch außer ihren Besitzungenzu Ravensnest im Vollauf zu leben hätten; eine Frau aber vonMrs. Littlepages Alter, die schon einen Fuß im Grabe habe, solltezu viel allgemeine Menschenliebe haben, um das Wohl von Per-sonen, die bloß ihre Enkel sehen, dem Interesse von Kindern derMänner vorzuziehen, die nun seit sechzig Jahren ihrem Gatten undihren Söhnen Renten bezahlt hätten. Dieser Angriff rührte nochobendrein von der Kanzel oder vielmehr von einem Syrupfaß her,das einem wandernden Prediger statt der Kanzel dienen mußte.Dieser Mensch betrieb es als sein Tagewerk, die Gebote desEvangeliums und die des Antirentismus als das große Ziel desLebens darzustellen.

Wie gesagt, in Folge des vorerwähnten Angriffs hatte meinegute Großmutter einigermaßen in der öffentlichen Achtung verloren.Es ist zwar wahr, hätte man die Verbreiter dieser einfältigenSchmähung offen darüber zur Rede gestellt, so würden sie ihreMitwirkung entschieden in Abrede gezogen haben; aber nichts destoweniger ließ sich nicht läugnen, daß unter hundert anderen Beschul-digungen, die nur geradweise, nicht aber in der Wesenheit verschieden