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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
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Vierundzwanzigstes Kapitel.

»Wohl dürfen wir vom Zauber singenDes Landes, dem wir uns vermahlt,Von seinem Lächeln, seiner FülleUnd seiner ganzen Blumenwelt.

Ruft alles dies uns nicht in StundenDer Wonne zu verlockend süß:

Trägt auch dein Herz der Sünde Wunden,Hast du doch hier ein DaravieS.-

SkmmS.

Der folgende Tag war ein Sonntag. Ich stand erst um neunUhr anf. Als ich die Vorhänge zurückzog und die Läden meinesFensters öffnete, um auf den Rasen, auf die Felder jenseits und insblaue Himmelsgewölbe hinauszublicken, kam es mir vor, als ob nie einlieblicherer Tag ein Tag, der mehr im Einklang mit dem ruhi-gen Charakter der ganzen Landschaft stand, über der Gegend gela-gert hätte. Ich warf das Fenster auf und athmete in vollen Zü-gen die Morgenluft, erfüllt von den balsamischen Gerüchen süßduftender Blumen und Sträucher. Eine Sabbathruhe schien überMenschen und Thier zu liegen. Die Bienen und Colibris summ-ten um die Blumen her, als seyen sie auch in ihrem gewöhnlichenTreiben sich der Heiligkeit des Tages bewußt. Anf dem Land kannwohl Niemand gegen den Unterschied unempfänglich seyn, der zwi-schen einem Sonntag und jedem andern Tag in der Woche stattfin-