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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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rung fehlen mußte. Dcmungcachtet untersuchte ich den Platz, undda ich auf meiner Seite des Gebäudes Alles sicher fand, so kehrteich zu dein Dolmetscher zurück, mit dem ich mich verständigt hatte,er solle mich unter einer schönen Buche erwarten, die, etwa hundertSchritte vom Haus entfernt, ihre Zweige weit über den Nasen hinbreitete. Dieser Baum stand ganz vorn, so daß er uns trefflichenSchutz und überhaupt einen Standpunkt bot, wie ihn fern und nahSchildwacheu, die gleich uns in einem so eigenthümlichen Dienstbeschäftigt waren, nicht besser hätten finden können.

Unter dieser Buche nun fand ich Vielzunge, und der Umstand,daß ich selbst seine Gestalt kaum zu unterscheiden vermochte, sprachum, so mehr zu Gunsten des Postens. Ich sah ihn nicht früher,bis ich ihm so nahe stand, daß ich ihn fast mit den Händengreifen konnte. Er saß auf einer Bank und schien sich als einMann, der an Hinterhalte, Wachsamkeit und nächtliche Angriffegewöhnt war, durch das Abenteuer nicht sonderlich anfechten zulassen. Wir rapportirten uns gegenseitig den Stand der Dinge,und nachdem wir uns überzeugt hatten, daß Alles geheuer war,nahmen wir beide neben einander Platz, um uns die Zeit durchein Gespräch über mancherlei Dinge zu kürzen.

Wir haben gestern Abend einer sehr interessanten Scene an-gewohnt/' eröffnete ich die Unterhaltung;ich meine die Begegnungzwischen dem alten Fährteloscn und Euren rothen Gefährten. Inder That, ich möchte wohl wissen, welche besonderen Ansprücheunser betagter Freund an jene fernen Stämme hat, und was dieseangesehenen Häuptlinge bewegen mag, ihn von so weit her zubesuchen."

Sie kommen nicht geraden Wegs von den Prärieen aus nachdiesem Platze, und der Besuch ist deßhalb nicht der ursprünglicheZweck, obschon ich nicht daran zweifle, sie würden auch sonst denweiten Weg nicht gescheut haben. Hohes Alter, wenn es vonWeisheit, Nüchternheit und einem guten Rufe begleitet ist, gilt im