unter allen den Häuptlingen, die unter jenem Dache schlafen, auchnicht eine einzige Rothhaut finden, die nicht ihre Stimme darwidererhübe, wenn Einer von einem feierlichen Vertrag abgehen wollte.Ich sollte meinen, bis Einem ein solcher Gedanke kömmt, muß ihndie Weise des Gesetzes schon hart gemacht haben."
„Ihr glaubt also, diese rothen Männer wissen etwas von derNatur der Mißhelligkeiten, die hier herum stattfinden?"
„Sie haben davon gehört und viel über die Sache mit einan-der gesprochen. Es widerstrebt der innersten Natur eines Indianers,steh zu etwas anheischig zu machen und das Gegentheil zu thun.Doch hier ist ein Chippewa auf dem Lugaus. Wir wollen eineFrage an ihn richten, und Ihr sollt seine Antwort hören."
Vielzunge redete jetzt die Schildwache an, die in unsrer Näheumherschlenderte. Nach einigen Fragen und Antworten in derSprache des letzteren theilte mir der Dolmetscher mit, was ste miteinander verhandelt hatten.
„Der Chippewa hat irgendwo gehört," sagte er, „daß es indiesem Theil der Welt Leute gebe, welche durch Zusage von Ren-tenzahlung zu Wigwams kämen; wenn sie aber einmal im Besitzwären, gingen sie von ihren Versprechungen ab und verlangten,der Mann, dem sie die Wohnung abmietheten, solle sein Recht da-ran beweisen. Ist dies wahr, Obrist?"
„Ohne alle Frage. Und nicht nur die Pächter tragen sichmit solchen Tücken, sondern ste haben auch Andere gefunden, die,obschon sie sich Gesetzgeber nennen, sehr geneigt sind, ihnen inihrem Betrug Vorschub zu leisten. Die Sache ist gerade so, alswenn ich Euch für einen Tag zum Jagen eine Büchse abborgteoder abmiethete; Ihr kommt am Abend, um Euer Eigenthum wie-der anzusprechen; aber jetzt halte ich Euch entgegen, Ihr solletbeweisen, daß Ihr der rechtmäßige Eigenthümer seyet."
„Was geht dies Euch an? Ihr habt die Büchse von mir undEuer Recht daran ist kein anderes, als 'das meinige. Ihr seyd