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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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ten zurecht zu kommen, und dann macht Ihr Euch natürlich seß-haft und heirathet. Ihr gedenkt doch zu heirathen?"

Dies war eine ziemlich unverhohlene Demonstration; aber ichwar und welcher junger Mann von Vermögen könnte nicht dasGleiche von stch sagen ? au Derartiges schon gewöhnt, und wennman die Gefahr kennt, kann man sie leicht vermeiden. Ich drückteihre Hand sanft, ehe ich sie los ließ, und bemerkte dann in etwasunzufriedenem Tone:

Ich sollte Euch freilich nicht wieder fragen, worin die Be-uachtheiligung besteht, die ich heute Nacht zu gewärtigen habe. Ichweiß, ein Bruder ist ein näherer Freund, und kann daher Euer Be-denken gar wohl zurecht legen."

Opportunity hatte dem muthigen Thiere, das sie ritt, bereitsdie Zügel gelassen und war im Begriffe, davon zu sprengen; aberdie letzten Worte rührten ihr Herz. Sie lehnte stch vorwärts,beugte ihren Kopf, daß unsre Gesichter kaum einen Fuß von ein-ander abstanden, und sagte dann mit gedämpfter Stimme:

Feuer ist ein guter Diener, aber ein gewaltthätiger Herr.Ein Theekessel voll Wasser, zur rechten Zeit darauf geworfen, hätteden letzten großen Brand in Uork verhüten können."

Diese Worte waren kaum über ihre Lippen geglitten, als daskühne Mädchen ihrem Pferde einen schallenden Hieb versetzte, undmit fast lautlosem Huf galoppirte sie über den Rasen dahin. Ichschaute ihr eine Weile nach und sah sie in die Hohlgaffe hineinrei-ten. Nachdem sie meinen Blicken entschwunden war, fand ich Ge-legenheit, allein meinen Gedanken nachzuhängen.

Feuer!" Dies war wirklich ein verhängnißvolles Wort.Es ist das stets fertige Werkzeug des gemeinen Schurken, und mankann sich vor dem Lecken seiner verzehrenden Zunge nicht genug inAcht nehmen. Schon hatte es in diesen Antirentennnruhen eineRolle gespielt, obschon vielleicht weniger, als unter ähnlichen Um-ständen fast in jedem andern Lande der Fall gewesen wäre; denn