theilung setzten wir uns in der Absicht zu Tisch, die Häuptlingezu empfangen, sobald sie eintreffen würden.
Das Mahl wurde in Frohsinn und Heiterkeit begangen. DerZustand des Landes und die Entwürfe meiner Pächter waren fürden Augenblick vergessen, denn die Unterhaltung befaßte sich nurmit jenen näher liegenden Interessen und Gefühlen, welche natur-gemäß zu solcher Zeit vorzugsweise unser Inneres anregten. Endlichwarf meine liebe Großmutter scherzhaft die Bemerkung hin:
„Du mußt einen wahren Instinkt für die Entdeckung verschwie-gener Personen haben, Hugh; denn Du hättest in der That DeinVertrauen nicht besser anbringen können, als es heute Morgenwährend Deiner Fahrt nach dem Dorfe der Fall war."
Mary erröthete wie ein italienischer Abcndhimmel und schlugdie Blicke zu Boden, um ihre Verwirrung zu verbergen.
„Ich weiß nicht, theure Großmutter, ob meinerseits nicht derGrund in einer bloßen Eitelkeit lag," lautete meine Antwort; „dennich gestehe, daß es mir in hohem Grade zuwider war, in MißWarrcns Augen als ein gewöhnlicher Musikant zu erscheinen."
„Ei, Hugh," fiel die naseweise Patt ein, „hatte ich Dir nichtvorhin schon gesagt, daß sie Dich für einen sehr ungewöhnlichenMusikanten halte? War es ja doch Dein Flötenspiel, über dassich Miß Warren in ein so beredtes Lob ergossen hat."
„Martha!"
Dieser Ausruf von Mary Warren in halb vorwurfsvollerDämpfung bekundete, daß das holde Mädchen sich wirklich beklom-men zu fühlen anfing, und meine achtsame Großmutter gab derUnterhaltung in so geschickter Weise, wie man dies nur von dergereiften Lebenserfahrung einer gebildeten Dame erwarten kann,eine andere Wendung. Sie benahm sich ganz einfach dabei, indemsie bloß Mr. Warren eine Schüssel Gemüs anbot; aber die Art,wie sie es that, wechselte mit eincmmalc das Gesprächsthema.
Während des ganzen Diners konüte ich mich der Ueberzeugung