Umtrieben abgibt, sein Gesicht verhüllen und als Verkappter seinWesen treiben muß. Der Indianer dagegen ist ein rother Mann,der sich weder fürchtet noch scheut, vor Freund und Feind sein Ge-sicht zu zeigen. Ersterer ist ein Werkzeug ränkesüchtiger Demagogen,der Miethling unznfriedener habgieriger Menschen, welche der Wahr-heit und dem Rechte Hohn sprechen, während sie sich selbst glaubenmachen wollen, ihre Thätigkeit ziele auf nichts ab, als auf Durchfüh-rung „des Geists derselben Institutionen," die sie schänden und zugleichscheuen, während der Andere nur sich selbst dient und sich vor nichtsfürchtet. Der Eine flieht und meidet die Pflichten, welche ihm dieCivilisation auflegt, der Andere aber, obgleich ein Wilder, gibt sichwenigstens für nichts Anderes, als was er ist.
Es fehlte nicht — wir sahen wirklich eine Abtheilung vonetwa sechzehn oder achtzehn wirklichen llreingeborenen. Man bemerktzwar häusig genug einen oder zwei Indianer, die vielleicht etlicheWeiber bei sich haben, und im Lande umherstreifen, um Körbe zuverkaufen. Früher bestand ihr Handel aus Besen, aber in neuesterZeit hat der Gang des Aufschwungs ein so rohes Fabrikat fastganz aus dem Lande verbannt. Heuzutag übrigens ist es eine sehrungewöhnliche Erscheinung, wenn man im Herz des Staats einenächten indianischen Krieger trifft, der die Büchse und den Tomahawkmit sich führt; doch in solcher Bewaffnung zogen diejenigen einhcr,welche wir hurtig den Weg herunterkommen sahen. Onkel Ro wareben so erstaunt, wie ich selbst, und er machte an der Verbindungder beiden Landstraßen Halt, um die Ankunft der Fremden zu er-warten.
„Dies sind ächte Rothhäute, Hugh — in der That ein edlerStamm," rief mein Onkel, sobald der Haufen nahe genug war,um sich besser unterscheiden zu lassen. „Ohne alle Frage Kriegeraus dem Westen, die von einem Weißen begleitet werden. Waskönnen sie möglicherweise in Navensnest wollen?"
„Vielleicht gedenken die Antirenters ihre Plane zu erweitern