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zngemuthet, er solle, so fern nicht dringende Nothfälle eine Entschul-digung bieten, auch nur sein Zimmer, geschweige denn sein Bettmit einem andern theilen; aber dies ist eine Regel, welche aufHausirer und wandernde Musikanten keine Anwendung findet. Wirhatten Augenschein genommen und gefunden, daß man von unserwartete, wir sollten nicht nur in demselben Bett, sondern auch ineiner Stube schlafe», die mit andern Betten angefüllt war. Es gibtgewisse Dinge, die zur zweiten Natur werden, und keine Mummerei ist imStande, sie zu bewältigen; hieher gehört unter andern die Abneigunggegen gemeinschaftliche Benützung eines Zimmers und einer Zahnbürste.Diese kleine Schwierigkeit belästigte uns jene Nacht, die wir inTom Millers Haus zubrachten, mehr als Alles, was uns bisherzugestoßen war. In den Wirthshäusern erreichten wir durch Ge-schenke wohl unsern Zweck, aber in einem Farmhause ging diesnicht so gut an. Endlich brachten wir's so weit, daß ich ein Un-terkommen unter dem Dach fand, wo mir in der Behausung, diemein Eigenthum war, ein Strohlager bereitet wurde. Die achtbareMrs. Miller wußte ihrer Entschuldigungen kein Ende zu finde»,daß sie keine Federndecke besitze, in welche ich mich „wickeln" könne.Ich sagte der guten Frau nicht, daß ich weder Sommers nochWinters au Federbetten gewöhnt war, denn in diesem Falle würdesie mich in gleiche Reihe mit den armen Creaturen aus dem „un-terdrückten" Deutschland gesetzt haben, wo die Leute gar nicht wußten,was leben heiße. In Betreff der Betten hätte sie auch nicht soganz Unrecht gehabt, denn auf allen meinen Reisen traf ich nirgendsso unbehagliche Schlafstätteu, als in Deutschland — ein Mangel,von dem ich nur den Rhein und die großen Städte ausnehmen kann. *
* Da der »ehrenwerthe Gentleman aus Albany* die eigentliche Bedeutungdes AuSvrucks »vrovinzicll* nickt zu begreifen scheint, so will ick ihmbemerken, daß eines von den Merkmalen dieses Prädikats darin besteht,wenn man ein Bett in einem amerikanischen LanbwirthehauS bewundert.
D. H.