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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
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gen Essenszeit fehlten, obschon meine Mutter zu Patts großer Ver-wunderung in meinem Beiseyn Befehl ertheilt hatte, daß wir miteinem oder dem anderen Leckerbissen bedient werden sollten. Unterdie außerordentliche Bewirthung für solche Gäste gehörte auch derWein; das Auffallende daran ließ sich übrigens einigermaßen durchdie empfohlene Qualität erklären, da sie die Weisung erlassen hatte,uns Rheinwein aufzutischen.

Onkel No war nicht wenig erstaunt über Johns Verschwin-den, denn wenn er in diesem Zimmer saß, so war er an das Ge-sicht des alten Dieners so gewöhnt, daß er sich ohne ihn nur halbzu Hause fühlte.

Doch mag der Kerl immer fortbleiben," sagte er, die Handvon der Klingelschnur wieder entfernend, nachdem er letztere bereitsergriffen hatte, um ihm zurückzurufen;wir können obne ihn zwang-loser sprechen. Nun, Hugh, da bist Du jetzt unter Deinem eigenenDach, verzehrst ein Mahl der Barmherzigkeit, und wirst mit einerGastfreundlichkeit behandelt, als ob nicht Alles, was Du in Um-kreis von zwei Stunden sehen kannst. Dein Eigenthum wäre. Bei-läufig muß ich übrigens bemerken, es war ein glücklicher Einfallvon der Dame, daß sie für uns in unserer Eigenschaft als Deut-sche diesen Rüdesheimer bestellte! Wie erstaunlich gut sie noch aus-sieht, Junge!"

Ja wohl, und ich bin hocherfreut darüber. Ich sehe nichtein, warum meine Großmutter nicht noch zwanzig Jahre lebensollte, denn auch hiedurch würde sie noch lange nicht so alt wieSus, der, wie ich sie oft sagen hörte, schon zur Zeit ihrer Geburtin seinen mittleren Jahren stand."

Du hast Recht; sie kommt mir eher wie eine ältere Schwe-ster, als wie eine Mutter vor, denn sie ist in der That noch eineliebliche alte Frau. Aber wenn die Alten schon so bezaubernd sind wir haben auch einige recht liebenswürdige junge Frauenzim-mer da; was meinst Du, Hugh?"