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schien mir eben so natürlich, als daß sie einem vertraulichen Ver-kehr mit Opportunity Newcome abgeneigt war. Wäre meineSchwester auch nur im mindesten einem so engherzigen Einflüssezugänglich gewesen, so stand das Vermögen der Letzteren gegendas, was sie ihr ganzes Leben über als Wohlstand zn betrachtengewöhnt gewesen, doch so niedrig, daß dieser Umstand keine Wir-kung geübt haben konnte. Aber freilich war dies eine Sache, welchedem armen Tom Miller nicht in den Kopf wollte. Er konnte nuraus dem seine Schlüsse ziehen, was er verstand, und er verstandsich freilich gar wenig auf die beziehungsweisen Begriffe des Reich-thums, noch weniger aber auf die Macht der Bildung im gesell-schaftlichen und geistigen Leben. Immerhin aber fühlte er sichdurch eine Thatsache betroffen, die sein Fassungsvermögen nichtrecht zn verdauen wußte, obschon er sie nicht abweisen konnte —durch den Umstand nämlich, daß Mary Warren, die zugestandener-maßen arme Mary Warren eine Buscnfrenndin derjenigen war,welche er bisweilen das „Littlepager Mädel" zn nennen beliebte.Es war unverkennbar, daß dies Eindruck aus ihn machte, und daer hierin eine Lehre sehen mußte, so steht zu hoffen, daß sie inBetreff eines der gewöhnlichsten menschlichen Gebrechen nicht ohnegute Wirkung für ihn blieb.
„Nun ja," versetzte er, nachdem er über die letztere Bemer-kung meines Onkels eine volle Minute schweigend nachgedacht hatte,„ich weiß nicht — und muß wahrhaftig sagen, es kömmt mir selbstauch so vor. Und doch haben mein Weib und Kittn ganz andereGedanken von der Sache. Ihr werft mir meine Vorstellungen vonAristokratie völlig über den Haufen, denn obgleich mir die Little-pages lieb und werth sind, hab' ich sie doch stets für desperate Ari-stokraten gehalten."
„Nein, nein, eure sogenannten Dimigogcn sind die amerika-nischen Aristokraten. Sie ziehen alle öffentlichen Gelder an stehund sind im Besitz der Gewalt; nur das wurmt ihnen und macht