Drittes Kapitel.
O H-imathland, so theuer mir vor allen,
Wann seh ich wieder meiner Vater Hallen?
Wann labt der Gaumen wieder sich am Quell,Der bei dem Dörflein sprudelt silberhell?
Wann streift aus« neu' der Fuß die Berge nieder.Indeß der Urwald echo't meine Lieder?
Wann lächelt abermals ein Himmel mirAuS ihrem Aug', des Thales schönster Zier?
Montgommcri).
Es war in der That für einen Amerikaner, der so lange nichtsvon Haus gehört hatte, eine Neuigkeit, so plötzlich erfahren zumuffen, daß sich einige Scenen des Mittclalters — Auftritte, welchedie gröbsten Beeinträchtigungen menschlicher Rechte in sich faßten —in seinem eigenen Lande vorkommen sollten, in einem Lande, wel-ches sich rühmt, nicht nur ein Zufluchtsort für den Bedrückten, son-der» auch eine Stütze des Rechtes zu seyn. Die Nachrichtenwaren mir schmerzlich nahe gegangen, da ich während meiner Reisestets ein theures Bild von Rechtssinn und politischen Auszeich-nungen in der Heimath mir vorgehalten hatte, das ich jetztaufgeben zu müssen befürchtete. Ich und mein Onkel beschlossen,ohne Zögern nach Hanse zurückzukehren, da ein derartiger Schrittschon durch die Klugheit geboten wurde. Ich war nun in einemAlter, welches mich — soweit es „die neuen Gesetze und die neuen