blutig werden, die Einführung eines Waffenstillstandes häufig üblichist, und versprach sich das Beste von dem Benehmen des ScheikS,den er jetzt zu seinen Freunden zurückkehren ließ. Es solgte nuneine kurze Besprechung unter den Beduinen, worauf mehrere der-selben lächelnd mit der Hand winkten und der größere Theil desHaufens sich aus das Floß drängte. Andere traten vor und er-baten sich die Erlanbniß, ihre Verwundeten und die Leichen derGefallenen wegtragen zu dürfen — ein Liebesdienst, in welchemihnen die Matrosen, so weit es räthlich erschien, Beistand leisteten;denn es war von größter Wichtigkeit, vor der Tücke der Feindeauf der Hut zu sehn.
In dieser außerordentlichen Weise trennten sich die Kämpfer.Die Beduinen holten einander durch eine Leine nach dem Riff hin-über und die Alten darunter machten lächelnd Zeichen der Freund-schaft, bis sie auf den Klippen angelangt waren. Hier blieben sienur einige Minuten, denn sie sahen, daß die Kameele und Drome-dare bereits in die Richtung hintrabten, wo das Dänenschiff aufdem Strande lag — ein Zeichen, daß die verschiedenen Haufen derBerbern ihren Vertrag als aufgelöst betrachteten und jeder nunfür eigene Rechnung plündern wollte. Diese Bewegung verursachteauf dem R>ff große Rührigkeit unter den alten ScheikS und ihrenAnhängern, die sich nun in aller Behendigkeit nach dem Lande ansden Weg machten. In der That hatten fie'S so eilig, daß siesämmtliche Leichen und mehrere Verwundete in einiger Entfernungvom Ufer auf den Felsen zurückließen.
Die Sieger untersuchten jetzt natürlich zuerst, welchen Verlustsie erlitten hatten; dieser war übrigens weit geringer, als wohlsonst der Fall gewesen wäre, wenn sie sich nicht so muthig benom-men und so schnell gehandelt hätten. Zeder Kämpfer, auch nicht eineinziger ausgenommen, hatte durch seine wackere Haltung alles Lobverdient und eben dadurch einen wesentlichen Beitrag zu Verringerungder Gefahr geleistet. Mehrere halten leichte Beschädigungen erlitten, und