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halten; aber auch die Stärksten können überwältigt werden, undder Stolz ist nur ein dürftiger Ersatz für die Hoffnung einesdemüthigen Sinnes. Ich vermuthe, ihr habt besser von mir ge-dacht, als ich es verdiene, und ich würde nie aufhüren, mir selbstmeine Unbesonnenheit zum Vorwurf zu machen, wenn ich glaubenmüßte, daß etwas Anderes, als der bloße Zufall euch in dieseszum Unglück bestimmte Schiff geführt hätte. Wollt ihr mir ge-statten, den vielen Verpflichtungen, die ich gegen euch beide habe,noch eine weitere beizufügen?" Sie trat ihnen näher und sprachjetzt mit gedämpfterer Stimme. „Ihr seyd jung und daher imStande, körperliche Leiden besser zu ertragen als mein Vater. Ichfühle die Ueberzeugung, daß uns eine Trennung bevorsteht — abereS ist vielleicht in eurer Macht, dem gebrochenen Herzen einesVaters Trost zu bringen. — Ich sehe — ich weiß, daß ich aufeuer Wohlwollen bauen darf."
„Eva — meine theure Tochter — mein einziges, mein gelieb-tes Kind!" rief Mr. Efstngham, der in der Todtenstille, welche inder Kajüte herrschte, jede, auch die leiseste Sylbe vernommen hatte —„komm zu mir, mein Herz! Keine Erdengewalt soll uns je aus-einander reißen."
Eva wandte sich rasch um und sah ihren Vater mit auSge-breiteten Armen vor sich stehen. Sie warf sich an seine Brust,und nun brach der verhaltene Sturm ihres Innern unwiderstehlichloS. Sie weinten beide, Herz an Herz, mit einem Ungestüm, dasbei einem Manne wahrhaftig herzzerreißend anzusehen war. Mr.Sharp war vorgetreten, um Eva'S auSgestreckte Hand zu fassen,als diese, wie bereits bemerkt wurde, sich plötzlich gegen ihrenVater umwandte; aber jetzt fühlte er den Druck von Pauls Fingernan seinem Arme, als wollten sie ihm bis auf den Knochen dringen.Um die Heftigkeit ihrer eigenen Gefühle nicht zu verrathen, eiltennunmehr die beiden jungen Männer mit einander auf das Deck,