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öden Wüste aufrecht erhalten wird. Die Beduinen können nichtsAnderes im Schilde führen, als uns Alle festzuhalten, weil sie inuns Gefangene sehen, welche ihre Mühe wahrscheinlich durch einreiches Lösegeld bezahlen können. Ich weiß zwar, ihre Art zu rei-sen wird äußerst beschwerlich seyn; aber wir müssen uns dareinfügen. Traut daher immerhin meinem Geiste mehr zu, als mei-nem Leibe, wie gebrechlich er Euch auch erscheinen mag, und Ihrwerdet finden, daß ich nicht ganz so werthloS bin, als Ihr Euch,Wie ich fürchte, vorstellt."
Mr. Effingham schlug seinen Arm um den schmächtigen Leibseines Kindes und drückte Eva fast außer sich an seine Brust; sieaber raffte sich auf, wand sich mit leuchtenden, übrigens thränen-losen Augen von ihm los und blickte unter ihren Begleitern um-her, als wolle sie ihren Gefühlen eine andere Richtung geben undsie den Entbehrungen und Gefahren ihrer LeidenSgenoffen zuwenden.
„Ich weiß, ihr scyd der Ansicht, daß ich in dieser schrecklichenBedrängniß am meisten leiden werde," sagte sie. „Ihr glaubt, ichsey nicht im Stande, das mir bevorstehende Ungemach zu ertra-gen, und werde zuerst dahin sinken, weil ich dem Körper nach dieSchwächlichste und Gebrechlichste bin; aber Gott gestattet demRohre, daß e« sich beuge, wo die Eiche entwurzelt wird. Ich binstärker und mehr zu dulden im Stande, als ihr euch wohl vor-stellt, und wir werden es Alle erleben, daß wir uns in glücklicherenVerhältnissen Wiedersehen, wenn uns unser gegenwärtiges schweresSchicksal trennen sollte."
Während Eva also sprach, warf sie denen, welche ihr durchGewohnheit, Verwandtschaft und Dienstleistungen theuer waren,zärtliche Blicke zu; auch ließ sie sich in einem solchen Augenblickenicht durch eine unnöthige Zurückhaltung hindern, freundliche Theil-nahmc gegen die beiden jungen Männer an den Tag zu legen, diemit tiefster Innigkeit jede ihrer Bewegungen beobachteten. Worteder Ermuthigung aus einer solchen Quelle dienten jedoch nur dazu,