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„Dieß ist unmöglich!" versetzte Mr. Sharp mit Festigkeit.„Wir werden euch nicht verlassen und könnten überhaupt nie einenruhigen Augenblick mehr finden, wenn das Bewußtsein auf unslastete, eine so selbstsüchtige Handlung begangen zu haben."
„Mr. Blunt verstummt," fuhr Mr. Effingham nach einerkurzen Pause fort, während welcher er seine Blicke zwischen denbeiden jungen Männern, hin und Hergleiten ließ. „Er beurthciltmeinen Vorschlag verständiger und wird auf seine eigenen InteressenBedacht nehmen."
Eva richtete hastig den Kopf auf, ohne sich übrigens der Angstbewußt zu werden, die sie verrieth, und blickte nach dem Gegen-stand dieser Bemerkung mit schmerzlicher Angelegentlichkeit hin.
„Ich ehre Mr. SharpS cdelmüthige Gesinnung," antwortetenun Paul Blunt hastig, „und möchte nicht gerne einränmen, daßmein eigener erster Antrieb weniger uneigennützig war. Dennochmuß ich gestehen, daß ich mir die Sache bereits bedacht und dieWahrscheinlichkeiten des Erfolgs oder des Fchlschlageus reiflich er-wogen habe. Für einen Mann, der schwimmen kann, dürfte eSausführbar sehn, das Riff zu erreichen, von dort über den Einlaßzu setzen und unter dem Schutze der äußeren Klippenreihe, welchehöher ist, als die uns näher gelegene, das Ufer zu gewinnen. Erkönnte dann der Krümmung der Küste folgen und entweder mit denBooten durch Signale verkehren oder auch im Nothfallc ganz nachdem Wrack kommen. Alles dieß habe ich wohl bedacht, und ichwar schon einmal Willens dieses Verfahren in Vorschlag zu brin-gen; aber —"
„Aber was?" fragte Eva rasch. „Warum wollt Ihr diesenPlan nicht ausführen und Euch retten? Ist der Umstand, daß un-ser Fall hoffnungslos ist, ein Grund, warum auch Ihr umkommensolltet? So geht denn ohne Säumen, denn die Augenblicke sindkostbar; nach einer Stunde schon könnte eS zu spät sehn."