Druckschrift 
21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
Entstehung
Seite
393
Einzelbild herunterladen
 

Dies ist der bitterste Gedanke! Hätte ich tausend Körperund tausend Leben, so wollte ich gerne die maßlosesten Qualenüber die einen ergehen lassen und die anderen mit Freuden hin-gcbcn, um ein so entsetzliches Unglück abzuwenden. Glaubt Ihr,daß die Damen ihre wahre Lage kennen?"

Sie sind eher unruhig, als erschreckt. Mit uns hoffen sievertrauensvoll auf die Boote, obgleich der Umstand, daß stets wei-tere Haufe» in das Lager der Barbaren kommen, dazu beigetragenhat, sie die wahre Beschaffenheit der Gefahr mehr erkennenzu lassen."

Jetzt rief Mr. Sharp, der auf dem SturmShäuSchen stand,nach dem Fernglase, um sich überzeugen zu können, was ein Be-duinenhaufen treibe, der sich an dem Ende des Riffs, welches demUfer zugekehrt war, gesammelt hatte. Aber während er danachhinschaute, verdüsterte sich sein Antlitz, und ein Ausdruck von Hoff-nungslosigkeit beschattete seine schönen Züge, als er das Fern-rohr absetzte.

Wieder ein neuer Grund zur Unruhe?"

Die Elenden haben eine Anzahl Spieren aufgerafft und bin-den sie jetzt zusammen, um einen Floß zu bilden. Sie sind aufunsere Gefangennehmung erpicht und ich sehe kein Mittel, ihnenzu entkommen."

Wären wir Männer allein, so hätten wir doch wenigstensden bitteren Trost, unser Leben theuer zu verkaufen; aber es istein schrecklicher Gedanke, Wesen bei uns zu haben, die wir wederretten, noch mit unseren Feinden einem gemeinschaftlichen Untergangeweihen können."

In der That schrecklich und die Hülslosigkeit unserer Lageerhöht noch den Jammer."

Können wir nicht Bedingungen anbieten und wäre nichtvielleicht mit einer Zusage von Löfegeld, für welche Geiseln gestelltwerden, etwa- auSzurichten? Bereitwillig wollte ich mich den Hän-