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ist, wo statt der Truppen Familien gelagert sind, so werbet Ihrdie Unmöglichkeit einsehen, daß eS eine anmuthige, wohlgeordneteund gebildete Gesellschaft besitze. Außerdem haben wir'S mit einerHandelsstadt zu thun, und ein bloßer Handelsplatz kann wohl nieum seiner Gesellschaft willen im Rufe stehen — denn eine solcheRegelwidrigkeit besteht, glaube ich, nirgends. Was man auch überdie Blüthe des Verkehrs sagen mag, so werden doch nur Wenigebehaupten wollen, daß sich'S an solchen Orten sehriüngenehm le-ben laste."
„Das alte Florenz zum Beispiel?" bemerkte Eva.
„Florenz und sein Handel war eigenthümlicher Art, und dieVerhältnisse der Dinge wechseln mit den Umständen. In Florenzwar zur Zeit seiner Größe der Handel ein Monopol, bas nur inden Händen Weniger lag und so betrieben wurde, daß die Erstender Stadt nicht in unmittelbare Berührung damit kamen. DieMedici handelten mit Specereien und Seide, wie man'S in der Po-litik treibt — das heißt durch Agenten. Sie bekamen ihre Schiffewahrscheinlich nie zn Gesicht und standen zu ihrem Handel in keinerandern Beziehung, als daß sie den Geist desselben leiteten — wa-ren so zu sagen als die Gesetzgeber zu betrachten, welche den Ver-kehr ordneten, nicht aber als Ausverkäufer, welche ein Muster be-fühlen, die Weine kosten oder die Früchte beknaupeln. Die Mediciwaren Handelsherren — eine ganz andere Elaste von Menschen,als die der bloßen Faktors, welche von dem Einen kaufen und gegeneinen bestimmten Aufschlag im Preis an Andere verkaufen—derenganzer Unternehmungsgeist in einer Erweiterung ihrer Liste sichererKunden und in der Führung eines sogenannten „regelmäßigen Ge-schäftes" besteht. Monopole thun zwar dem Ganzen Eintrag, hebenaber zuverläßig die begünstigten Wenigen. Die Medici und dieStrozzi waren sowohl Fürsten als Kaufleute, und ihre Umgebungbestand hauptsächlich aus untergeordneten Personen. Die Concur-renz unserer Tage zertheilt die Früchte des Handelns auf Tausende,Die Heimkehr. 2t