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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
Entstehung
Seite
93
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Höflichkeit zu zeigen, muß ich der Begutachtung de« Kapitän Trucküberlassen," versetzte Eva lachend.Aber gleich Euch kann ichschon geraume Zeit nicht mit mir einig werden, ob ich Mr. Bluntfür einen Engländer, für einen Amerikaner oder für kein« von bei-den halten soll."

Geraume Zeit, Miß Efssngham? So hat er also die Ehreschon länger von Euch gekannt zu werden?"

Eva antwortete mit Ruhe, wenn ihr gleich da« Blut nach derStirne stieg; ob übrigen« der Grund in seinem ungestümen Aus-rufe oder in einer Gcfühlsbeziehung zu dem Gegenstand ihrer Un-terhaltung lag, wußte sich der junge Mann nicht zu enträthseln.

Geraume Zeit, wie Mädchen von zwanzig Jahren zu zählenpflegen vielleicht vier oder fünf Jahre, klebrigen« mögt Ihrselbst urtheilen, wie gut ich ihn kenne, wenn ich Euch sage, daßich nicht einmal weiß, welchem Lande er angehört."

Und darf ich mir die Frage erlauben, welche Ehre Ihr ihmzugedacht habt die de« amerikanischen oder die de« englischenVaterlandes?"

Eva« klare Augen lachten, als sie antwortete:

Ihr habt die Frage auf eine so feine Weise und mit so wohlangebrachter Höflichkeit gestellt, daß es sehr unartig von mir wäre,wenn ich Euch die Antwort verweigern wollte. Nein, unterbrechtmich nicht und verderbt nicht wieder, wa« Ihr durch nnnöthigeAufrichtigkeitsbetheurungen gut mache» wolltet."

Ich möchte Euch wohl um eine Erklärung bitten, was Ihrunter der feinen Weise versteht, deren ich mir eben so unbewußtbin, als überhaupt eines Wunsches, mir Euer Mißfallen zuzuziehen."

Ihr haltet es also wirklich für eine Ehre, dem amerikanischenVaterlande anzugehören?"

Niemand von weniger Bescheidenheit, als Ihr besitzt. MißEffingham, könnte sich'S unter was immer für Umständen träumenlassen, eine derartige Frage zu stellen."