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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
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ihr Dasehn weit mehr dem Widerspruche, als natürlichen Bandenoder gediegenen Vorstellungen von der Wahrheit verdankte. Wiees unter zwanzig Fällen neunzehnmal zu geschehen pflegt, fand ersich in seinen Erwartungen getäuscht und dies bloß deshalb, weiler im Eifer der Parteisucht sich Theorien geträumt und vermeint-liche Resultate daraus abgeleitet hatte. Wie bei dem englischenRadikalen, der, den Kopf voll unausführbarer Lehrsätze, nach Ame-rika hinübereilt, fand nun eine Gegenwirkung statt, und dieshauptsächlich deshalb, weil er finden mußte, daß die Menschennicht besser waren, als ihre Natur freilich eine späte Entde-ckung, denn er hätte sich gleich anfangs denken können, daß be-sondere Ursachen besondere Wirkungen zur Folge haben müssen.Von dieser Zeit an war John Effingham ein weiserer und gemä-ßigterer Mann geworden, obgleich die Erschütterung nicht gewalt-sam genug gewirkt hatte, um ihn auf den Weg der Wahrheit zuleiten oder gar auf die entgegengesetzten Vorurtheile einer andernPartei zu werfen, denn die Ueberbleibsel der alten Meinungen haf-teten ihm noch immer an und warfen eine Art Zwielicht überseine Denkweise, wie in der Natur die Tinten des Abends und dieSchatten des Morgens dem Lichte der Sonne folgen oder vor-angehen.

Unter dem Einflüsse dieser verborgenen Vorurtheile antwortetenun John Effingham auf die Bemerkungen seines Vetters, und dieUnterhaltung nahm den redseligen Character aller Erörterungenan, in welchen die betreffenden Personen über ihren Gegenstandnicht ganz klar find und sich kein anderer Wunsch einmengt, alsder, die Wahrheit zu ermitteln. Fast Alle schloßen sich dem Ge-spräche an, und so war bald eine halbe Stunde in Untersuchungenüber das Völkerrecht und über die eigentliche Bedeutsamkeit desvorliegenden Falles entschwunden.

ES war eine liebliche Nacht, und Mademoiselle Biefville er-ging sich mit Eva auf dem Decke, da das glatte Wasser der Be-