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Studien zur Kritik der Moderne
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Das in der Mitte der drei Bilder lieisstDieWeihe des Dichters. Er hat den Stoff schon einmalgemalt, und es war als «le pocte» voriges Jahr imPariser Salon. Nun ist der schlanken Muse, die fürden Schwärmenden, Verklärten vom Baume die jungenBlüthen hricht, mehr Bewegung und Freiheit nochgegeben; die Farben scheinen unter der sanft ver-klingenden Sonne noch weicher, inniger gestimmt. Esist ein gutes Beispiel seiner Weise, die von einer redlichnaturalistischen Bildung aus doch über die täglicheWirklichkeit will und erlebte Schönheiten der Seelesagt. Wenn es in der Ausstellung nicht das Pech hat,gerade zwischen so zwei alte schwarzeSchinken zugerathen, die es ins Graue und ins Schmutzige ver-färben, wird es wirken.

Dann rechts das Bildniss einer Dame, die ausbraunen Augen schelmisch blickt, und links in jenemschillernden Mauve, an dem Besnard seine Künste gernezeigt, vor dem Clavier, träumerisch ein wenig geneigt,wie um auf fromme Klänge aus der eigenen Brustverzückt zu horchen, eine blonde, junge Frau, sehrrührend und zugleich sehr chic, wie eine ungemeinmondaineheilige Cäcilie, die gerade ihren Jour hat.

Er schlendert gemächlich auf und ab, die weicheMütze auf das rechte Ohr gerückt, die Cigarre schräge imlinken Winkel der Lippen, die Hände in den Taschen,mit hellen frohen Blicken hinter dem Zwicker hervor,der schief auf der kurzen, scharfen Nase sitzt, Spottund Neckerei am Munde kaum versteckt, der lustigplaudert, rasch und ungebunden, mit der sprudelndenVerve des erprobten Tischredners, der seine Schlagerund Spässe zu placiren weiss. Er ist gern ein bisschenstudentisch und burschikos, mit leichten und verwegenenBeden. Aber man hört aus dem Eifer seines streitbarenund kämpferischen Tones immer einen leidenschaftlichenErnst heraus, den er sich lieber nicht merken lassen möchte.