bie« ie glaubt, Wenn et blinbling« fidf »erliefet. @3 bnt mich oftübettafdjt unb ftauuen gemacht, wie oft unb wie grünblich bie ÜBei*feften be« fierblichen ©efchledjte« Stile« barauf antegen, fid) felbji jubetrügen. 2Benn einmal bet ffierbacht tege gewotben, fo hat manfein 3cugnifj mehr nötfjig, bie fficrbamtnung folgt ganj wie ein logi»fcher Schluß, obwohl auf nicht« ffleffere« gegrünbet, al« auf fcijein*baren Sweifct; wäf;tenb anberer Seit« , Wo SSetftauen einmal be*fleht, 3eugni(fe unb SSeweife nut gar ju gerne nicht beamtet werben.Srnuen in«befonberc finb nur allju geneigt, betn 3ug ihrer ®m*bfiubungeu unb Steigungen ftatt üBernunftägtünben ju folgen, inallen galten wo e« fitfe um eine Schul» hanbelt. @« tjält ferner,fte »on ber ttnwürbigfeit betet ju itberjeugen, welche mittelji betSSejie^ungen be« ©efüljl« ihnen angeboren, weil bie (äefülfle beiihnen gewöhnlich jiätfer finb al« bie ©enlfräfte. SBte hängen fie3. 53. fo flanbljaft an ihren iptieftern, wenn bie fühleten Jböbfeunb größere Srfaljtung bet SJtänner fthon »erbammen; unb ba«nur bautm, weil ihre fPßantajie fich bann gefällt, bie Sdjulbigenmit bem @cfemuef unb ©lanj ber Steligion 3U umfleiben, bie ftebereiften unb bie ihr §alt i(i! ©er müßte ein gefreuter SOtannfetyn, bet bie fiinie gwifd)en bem äSirflitfeen unb bem galfdfen inbiefen ©fügen 31t sieben »ermöchte; aber ber ifi gewiß ein Schwach*fobf, ber 3eugnijfe nicht beachtet, wenn fte flar unb bünbig finb.©aß wir Sille unfre Sünben unb gehler hüben, ifi außer 3wetfel,aber gewiß gibt e« SJterfmale ber Unwürbtgfeit, welche untrüglichfinb unb nie außer Sicht gelajfen werben follteit, weil fie benfe*nigen SKangel an ©runbfäjjen beurfunben, ber einen ganjen (5ha*rafter »erunflaltef.
Druckschrift
25 (1846) Der Kettenträger, oder die Handschriften der Familie Littlepage
Entstehung
Seite
74
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten