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Nachlese
innere Gewissenhaftigkeit; Gewissen, in alledem, was man für recht, wahr und gut erkennet,ist jedes Menschen heiligstes Eigenthum. Ec kannund darf es nicht veräußern, man kann und darf csihm nicht nehmen; wohl aber dies Heiligthum inihm aufhellen, befestigen, läutern. Eben dies istmein Amt, ich werde es in der Zeit, die mir ange-wiesen ward, mit meinem ruhigen Strahl erleuchten,,und damit wecken, beruhigen, es Gott und allenWesen befreunden."
Bey Gemächern, die dieses Strahls empfangigsind, maest Du es thun, wie Du es bisher gethanhast; aber bey jenen Streitern, Zänkern, wo ist Heyihnen ein religiöses Gemüth, das Dein Strahlanzuglänzen vermöge?
„So mißbrauche man bey ihnen auch nicht denNamen der Religion; sie streiten über ganz andreDinge, über Rang und Einkünfte, über politischeMacht und Emfluß, über das, was sie Rechtglau-bigkeit und Gottesdienst nennen, oder gar das Elen-deste von Allen, über Worte. Ordne diese Dingerecht, bemerke jedesmal, wer und worüber er unterdem Namen der Religion streite, und Du wirst diesinnere Heiligthum jeder bessern Menfcheuseele durchsich selbst sehr gesichert finden. Ich will sortfahrsnes zu sichern, doch nicht durch schneidende Waffenund spitzige Lanzen."
Wodurch denn?
„Durch frühe Gemüthsbildung. Ihrkann nichts widerstreben; sie ist unaufhaltbar, unavs-