Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
Entstehung
Seite
535
Einzelbild herunterladen
 

zur Adrastea.

535

und Macht Theil nehmen: Fleiß und Erbschaft.Es wäre also nicht weise in der Civil - Gesellschaft,den Theil zu verkleinern, der dem Verdienst und derIndustrie gebührt.

Nicht alle Arten des Verthuns sind dem Pu-blikum gleich wohlthatig; und wer ist am ge-schicktesten schlecht zu verthun?

Für eine Nation ists Verderben, sich niederzu-setzen und zu spielen, sey es mit Silber oder mitPapier.

8

Giebt es keine Kunst den menschlichen Stolz(xriäs) zu leiten, damit er dem öffentlichen Zweck,sxmklio nlwi) diene? und dieser ist: das Volk zub e sc h a fti g e n.

Sollte nicht der öffentliche Zweck in einem wohl-regierten Staat seyn, daß jedes Glied nach seinengerechten Ansprüchen durch Fleiß und Verdienst, auchMacht habe?

Ein Entwurf für die Wohlfahrt der Nation,sollte er nicht die ganze Nation ergreifen?

Ob nicht Nachahmung fremder Nationen, de-nen wir in Umstanden gar nicht ähnlich sind, eineUrsache der Armuth unsrer Nation seyn?

Für die Armen sorgen, heißt, die Wurzeln näh-ren, damit der Stamm aufschieße und Früchte tra-ge bis zum Gipfel.