Adrastea, diese hohe Göttin über Recht, Ver-nunft und Maas beqleitcte den verewigten Heraus-geber bis in den Tod. — Tief schmerzte es ihn,seine Adrastea unvollendet zu lassen, die gleichsamals die Siegelbewahrern: des Wissens und Geistes,des Unheils und Charakters des Verstorbenen vonder Nachwelt anzusehen ist, — Noch wenige Tagevor seinem Tode, schon in einem veränderten Gefühlseines Geistes und Körpers, wünschte er: „nur noch„zwey Stücke der Adrastea schreiben zu können; sie„sollten seine letzte vollendete Arbeit seyn; in sie wolle„er sein ganzes Bekenntniß legen, da ihm jetzt so„manches ganz anders erscheine. Er klagte, daß er„so wenig in seinem Leben gethan habe, daß man„zu hoch und künstlich zu forschen suche—> und doch„läge die Menschheit so klar und offen, wie ein auf-beschlagenes Buch, vor Augen; man dürfe nur le-„sen — statt daß man sich alles so schwer mache!" —
Dies waren seine Worte und seine Klagen! werfühlt aber diese Klagen mehr, als wem die Stimmeder Adrastea zum Gemüth sprach?