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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Homer und Ossi an.

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A. Kaum auch dieser; mich dünkt immer, dieBesserung müsse von der Belehrung ausgehn, ent-weder in Worten oder durch Bespiele, am sicherstendurch beyde. Hatte Fenelon gegen das falscheEpos, das zu seiner Zeit unter Ludwig XlV. imhöchsten Brauch war, holländische Scherze oder eng-lische Sarkasmen entgegensetzen wollen, was Härte ergefruchtet? wie viel mehr halte er sich und vergütenSache geschadet. Statt dessen, wie es sein großesund edles Herz gebot, setzte er für seinen Prinzen,den künftigen Thronfolger Frankreichs, den Tele-mach auf, gleichsam ganz auf seinen Leib gegossen,den Schwächen seines Temperaments, den Lasternseines Zeitalters angemessen und angeeignet. Erschrieb ein Buch, das, als es im Jahr 170c. widerseinen Willen und zu seinem großen Verdruß öffent-lich erschien, ganz Europa las, das ganze vergangeneJahrhundert hat es gelesen, das Epos, das Ter-rassen mit Recht das nützlichste Geschenk nennet,das die Musen der Menschheit je geschenkt haben:denn, sagt er, könnte das Wohl des Menschenge-schlechts aus einem Gedicht entspringen, entsprängees aus diesem."

B. Könnte! Eben hieran liegt es. DasJahrhundert hat den Telemach gelesen, bewundert,gepriesen; gute Menschen haben ihn mit Warmeempfunden; bis zum Lächerlichen dagegen setzten dieNachahmer Ludwigs ihre Staats-, Kriegs-, Hof-Grundsatze fort, und verharren in solchen, w-mnjugendlich ihnen gleich der Telemach eingeblauetwürde. Dagegen Salz eingcrieben, werthec Herr,beißendes attisches Salz.