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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Lhatcn sie es auch in den lieblichsten Worten, imsanftesten Numerus; sobald der Geist der Musik,Bewegung, Rhythmus der Leidenschaft fehlt, weißder Tonkünstler kaum, was er mit den schönen Be-schreibungen soll, die wie Bildsäulen vor DadalsZeit dastehen, unbelebet. Gesänge dagegen, wieLssians, Klopstocks, Gerstenbcrgs u. f.;sie leben für die Musik in jedem Hauch, in jedemGliede. Tadle Eine Gattung der Poesie die andrenicht; Jede hat ihren Werth, Jede kenne ihreGrenzen.

Im Messias also, in Worten der Prophc.len und Apostel that sich Handels Geist am mäch-tigsten hervor. Bon der ersten Stimme:

Tröstet, tröstet mein Zion!

Spricht euer Gott,bis zur letzten:

Er regieret ewig und ewig,

Der Herr der Herren,

Der Götter Gott. Hallelujah!herrscht, beynahe bildlos der starke und sanfte Geistaller Empfindungen, die das weite Feld der Reli-gion einhauchet. Kaum berührt wird die Erzählung,allenthalben vom tiefsten Gefühl hervorgedrungenund beherzigt.

Er war verachtet,

Verachtet und verworfen,

Verworfen von Menschen,

Ein Mann der Schmerzen,

Befreundet der Noth.

Wahrlich, wahrlich, er trug unser Leid;

Er litt unfern Kummer.