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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
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304
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3v4 Herders Gedichte.

Waren getheilt. Die wollten den jungen Löwen;

und Jene,

Weit die Mehreren, wünschten, ein Neues jetzt zu

versuchen.

Und sie versammleten sich. Da trat ein Redner,

der Fuchs, auf;

Räusperte sich und sprach:Des Reiches hohe Ge-nossen,

Höret mich an! Ihr kennet die Noch, die Sorge

des Reiches,

Wißt, in welcher Gefahr, in welchem Joche wir

lebten

Unter des Löwen Geschlecht; was darf's vergeblicher

Worte?

Seinen Grimm, sein Toben, der Zahn des wür-genden Königs,

Seinen Stolz, sein Drohen, wer ist von Euren

Geschlechtcn,

Der's nicht kennte; wir beben noch jetzt vor der

Stimme des Tobten.

Auf! und lasset uns wählen den Werlh'sten unsrer

Genossen,

Der nicht grausam und stolz, der keinem Genossen

ein Leid thut.

Arbeitsam, geduldig, so wie's dem Könige ziemet,

Läßt auch andere scyn, wozu die Natur sie gemacht

hat,

Ucberhebet sich nicht, ist mit Geringem genügsam,

Und, ihr Brüder, er ist von Gott zum König er-schaffen :

Denn er trüget an sich ein heiliges Zeichen."

Wer