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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Der kleinste Berg, Zion,Ward Gottes Thron.

20 .

Die Menschheit ist ein großer Leib voll Glieder;Fühlst du dich'nicht in deine Brüder,

So fühlt in dich sich Niemand wieder.

21 .

Dem, der dich verehrt mit Grauen,Wolle ja nicht trauen!

Weissest du, warum die Schlange sticht?Weil sie dich verehrt mit GrauenUnd sich fürchtet, daß dein Fuß ihr nichtDen Kopf zerbricht.

22 .

Du singst, Frau Nachtigall, darum gefällstdu mir

Das ganze Jahr nickt mehr, als wenig Wochen:"(So kam der Kukuk an die ThürDer Sängerin sanft angefprochen,)

Und ich darinnen folge dir!

Ich sing' auch kurze Zeit: warum? um schön zu

singen;

Ich folg' im Singen der Natur,

Denn die Natur laßt sich mit Nichten zwingen;So lange sie gebeut, so lange sing' ich nur,

Und wenn sie nicht gebeut, so hör' ich auf zu singen,Es möchte mir nicht mehr gelingen."

* . *

Zhr