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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

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Im ersten holden Kuß der Liebe,

Das reinste Gluck! "

Verstummend, halbvollendet weilteDas süße Wort;

Die Seel' auf beider Lippen eilte,

Sie eilte fort.

Denn sich', ein Engel schwebte niederAu ibrem Kuß.

Gold, Himmelblau war sein Gefieder;

Ihr Genius.

Berührend sie mit sanftem Stabe ,

Sprach er:Erbort

Ist euer Wunsch. Dort über'm GrabeLiebt ungestört,"

Entschwungen auf dem Hauch der Liebe,Im reinsten Glück,

Gewiß, daß.ihnen ewig bliebeDer Augenblick,

Auf amaranth'inn Auen schwebteDas holde Paar,

Mit Allem, was je liebt' und lebte,

Und glücklich war.

Mit Allem, was in Wunsch und GlaubenSich je erfreut,

Genoßen sie in vollen TraubenUnsterblichkeit.

Des Weltalls süße SymphonienUm tönten sie;

Der Liebe süße HarmonienDurchwallten sie