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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Chor.

O Hoffnung, Du der Weisheit Kind,

Der nichts aus Erden gleicht!

Sängerin und Sänger.

Mit frohem Geiste weihen wirDir unsre reinste Lust:

Denn Lieb' und Freundschaft blühen DirAn deiner hcil'gcn Brust.

Der Tugend höchster FleißBist du, der Sicgespreis;

C h o r.

Mit Nektar der UnsterblichkeitErquickend unsre Brust.

äa. Capo,

Amor und Psyche.

Ein Seufzer, der von Mund zu Munde fliegt,Wenn Seele sich an Seele innig schmiegt;

Der Herzen Uebcrgang, da leis' und stillDas süße Wort zum Wort nicht werden will;Das süße Wort zum Wort nicht werden kann:Verlohrcn schauen sich die Seelen an,

Und schöpfen in der Gottheit reinsten QuellGedanken, Wünsche, Blicke zart und hell;

Der Hauch, der dann das Leben süß verlangt,Der Athem, der den Busen aus sich drängt,