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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
215
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Erster Th eil. 2i5

Ist alles hingerafft.

Die öde.Stelle trauert da

Und ächzt hier bin ich und er ist nicht da!

Und was er sprach, ist leeres Wärt

Und was er, hie und dortSo geist-, so liebevoll einst that,

Ist Wahn, Betrug und Staat.

Sie bauen da s in leeres Grab:

Und selbst, sie selbst sind ja sein ärgstes Grab.

O Trauer! Trauer! Weine, HerzDen tiefsten Menschcnschmerz!

Wo Licht einst war, und kam nun Nacht,

Wird ärg're Mitternacht;

Wo Altar Gottes einmal stand,

Wird zweifach Leichengruft und Mördcrland!

Sie kau'n an Hülsen, letzen sichMit Schall elendiglich,

Verwehn den Athem vor sich herUnd dürsten ach im Meer!

So bist du Land und Christmthum,

Und Griechenland und Rom und liebes Luther-thum.

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